Lesungen

,,Von Teufelswurst und Honigseim – Die (Küchen-)weisheit des Wilhelm Busch

"Es wird mit Recht ein guter Braten gerechnet zu den guten Taten", sagt Wilhelm Busch. Doch geistreich und mit einem klaren Blick auf das menschliche Dasein weiß er auch, dass nicht jeder die Früchte dieser guten Taten ernten kann.

Schon die Witwe Bolte hatte bekanntlich Neider, wurde mutwillig von zwei bösen Buben ihres Federviehs, und dann noch des Bratens beraubt, und auch sonst ist bei genauerer Betrachtung die Welt oftmals kein Paradies. Gutmütig legt der Dichter seinen Finger in die Wunden und dies mit lakonischem Witz.

Luise Wunderlich hat 2007 aus Anlass des 100. Todestages von Wilhelm Busch zahlreiche seiner vielschichtigen Weisheiten wieder aufgespürt und dabei, ausgehend von den kulinarischen Texten, die sich um Pfannkuchen und Salat, um Hühner, Braten, Brot, Schnaps und Sauerkraut ranken, auch einige Tier-, Liebes- und Spottgedichte in ihr Programm aufgenommen und zu einem reichhaltigen Menü komponiert. Passend dazu serviert Johannes Hustedt mit seinen Querflöten von Piccolo bis Bass musikalische Variationen und freche Improvisationen von der Klassik bis heute.